WAD

Atemphysiotherapie der AG Atemphysiotherapie

Zielgruppe

Physiotherapeuten

Inhalte

Diese Fortbildungsreihe orientiert sich an den „Empfehlungen zur physiothera­peutischen Atemtherapie“ der Deutschen Atemwegsliga e.V. und der AG Atem­therapie im Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V. (S. Weise, P. Kardos, D. Pfeiffer-Kascha, H. Worth, Dustri-Verlag 2008). Basierend auf anatomisch-physiologischen und pathophysiologischen Grundlagen werden ein tieferes Verständnis der funktionellen Störungen der Atmungsorgane und spezielle praktisch / therapeutische Fähigkeiten vermittelt.

Jedes Modul behandelt in 16-22 Unterrichtseinheiten einen spezifischen, in sich abgeschlossenen Themenkomplex. Zu jedem dieser Themenkomplexe werden die typischen funktionellen Störungen identifiziert, die entsprechenden Behand­lungsziele definiert und die atemphysiotherapeutischen Behandlungstechniken mit ihren angenommenen Wirkmechanismen zum Einsatz gebracht. Dabei ist das praktische Erlernen und die korrekte Anwendung effektiver physiotherapeu­tischer Techniken Schwerpunkt eines jeden dieser Module. Die einzelnen Module bauen nicht zwingend aufeinander auf, jedoch ist die Teilnahme in der vorgegebenen Reihenfolge empfehlenswert. Jedes in sich abgeschlossene Modul erhält Fortbildungspunkte entsprechend der Richtlinien.

Diese Fortbildungsreihe „Atemphysiotherapie“ wird von der Deutschen Atem­wegsliga e.V. und der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Berat­mungsmedizin e.V. unterstützt und empfohlen. Die Physiotherapeuten, die sechs Grundmodule (M1-M3, M4 oder M4/E2, M5-M6) dieser Fortbildung absolviert haben, werden in der Liste atemtherapeutisch qualifizierter Physiotherapeuten farblich hervorge­ho­ben. Diese Adressenliste ist interessierten Patienten und niedergelassenen Pneu­mo­logen über die Atemwegsliga www.atemwegsliga.de zugänglich.

 

Zusätzliche Informationen finden Sie hier!

 

Modulübersicht  (siehe auch www.ag-atemphysiotherapie.de)

M1   Endobronchiale Obstruktion: Sekretretention
M2   Diagnostik und Befund
M3   Exobronchiale Obstruktion: Elastizitätsverlust u. Überblähung d. Lunge,
         Instabilität der Atemwege
M4   Physiotherapie in der Beatmungsmedizin
M4/E2  Atemphysiotherapie in der Pädiatrie (vormals E2) 
M5  
Restriktion der Lunge
M6   Medizinische Trainingstherapie und körperliche Aktivität bei chronischen
        Lungenerkrankungen
E1
   Einführung in die Lungenauskultation
E3   Störungen der Atemregulation - Dysfunktionales Atmen

Kursinhalte – Modul 1   Endobronchiale Obstruktion

 

1. Anatomie der oberen und unteren Atemwege und der Lunge

2. Physiologie

-          Mukoclearance mit Mukoziliärer Clearance, Hustenmechanismus, Bronchialkaliberschwankungen, Atemwegswiderstände

3. Pathophysiologie

-          Hyper-, Dyskrinie, Bronchospasmus, Schleimhautschwellung,
Störung der oberen Atemwege

4. Befund

5. Therapeutische Ziele

-          Verbesserung der Sekretolyse, Sekretmobilisation, Sekrettransport,  Sekretelimination

-          Senken erhöhter Atemwegswiderstände

-          Reduktion von dyspnoebedingter Angst

6. Techniken:
 zum Sekretmanagement

-          Inhalationstechniken, Techniken der PEP-Atmung mit /ohne Oszillationen

-          modifizierte Autogene Drainage

-          Techniken der Thoraxkompression

-          Kombinationstechniken "Rota-Kom-PEP“ mit einseitiger Thoraxkompression

-          Intervallatmung, „KEPRRI“

-          aktives Air-Stacking

-          Hustenvermeidungstechniken, Hustentechniken

-          manuelle und apparative Hustenassistenz

-          „Zwerchfell-Jumping“

-          Techniken zur Reinigung und Pflege der oberen Atemwege

zum Senken erhöhter Atemwegswiderstände

-          Techniken der PEP-Atmung

 

7. Vermittlung von Selbsthilfetechniken:

-          bei Sekretretention

-          bei Asthma bronchiale

-          bei unproduktivem Husten

-          bei chron. Erkrankungen der oberen Atemwege

Kursinhalte – Modul 3   Exobronchiale Obstruktion

 

1. Anatomie und Physiologie der Atempumpe

2. Pathophysiologie

-          Veränderungen der Atemmechanik bei Elastizitätsverlust und Überblähung der Lunge

-          Instabilität der Atemwege

-          Bedeutung für den muskuloskelettalen Anteil der Atempumpe

-          Dekonditionierung des Zwerchfells

-          Dekonditionierung der Skelettmuskulatur

3. Krankheitsbilder

-    Lungenemphysem, COPD, CF und andere

4. Befunderhebung

5. Therapeutische Ziele

-          Offenhalten zentraler und peripherer Atemwege

-          Minderung dynamischer Überblähung

-          Ökonomisierung der Atemarbeit auch unter körperlicher Belastung

-          Minderung von Dyspnoe bei Aktivitäten des täglichen Lebens

-          Verbesserung der Funktionsstellung muskuloskelettaler Anteile der Atempumpe

-          Effektive Hustenclearance bei Instabilität der Atemwege und Insuffizienz der Bauchmuskulatur

-          Verbesserung des Trainingszustands der Skelettmuskulatur

6. Techniken

-          PEP-Atmung, Kombination mit manuellen Entblähungstechniken

-          Hustenvermeidungstechniken, Hustentechniken

-          Techniken zur Kräftigung des Bauchmuskelkorsetts

-          Mobilisation, Kräftigung und Dehnung der muskuloskelettalen Anteile der Atempumpe

-          Inspiratorisches Atemmuskeltraining

-          Techniken zur Positionsverbesserung des Zwerchfells

                -    Angepasstes Kraft- und Ausdauertraining der Skelettmuskulatur

-          Kopplung von Atmung und Bewegung, ADL

 

Kursinhalte – Modul 5 Restriktion der Lunge

 

1. Anatomie/ Physiologie:

2. Pathophysiologie

    Restriktion der:    

    -  Lunge   

    -  Pleura   

    -  Thorax

    -   Atempumpe

3. Befund

4. Therapeutische Ziele

    Verbessern/ Erhalten:

    -  Ventilations-/ Diffusions-/ Perfusionsverhältnisse

    -  Thoraxbeweglichkeit

    -  Pleuraverschieblichkeit

    -  Atemmuskelaktivität

    -  Wirbelsäulen-Aufrichtung

    -  Sekretelimination

5. Techniken

    - konzentrisches und exzentrisches Atemmuskeltraining

    - aktives und passives Vergrößern des AZV

    - Umlagerungstechniken, Lagerung

    - Phonationstechniken

    - Dehnzüge, Schergriffe, Haut- und Muskeltechniken

    - Thoraxkompression

    - Sekretmanagement

    - Air-Stacking

    - manuelle und apparative Hustenassistenz

    - schnellender Thorax, PNF am Thorax

Kursinhalte – M4/E2: Atemphysiotherapie in der Pädiatrie

1. Anatomie
  - Reifeentwicklung des Atmungssystems (intra- und extrauterin)
  - Anatomische Besonderheiten des Frühgeborenen/Säuglings/Kleinkindes
2. Physiologie
  - Besonderheiten der Atemphysiologie des Frühgeborenen/Säuglings/Kleinkindes
3. Pathophysiologie
  - Bedeutung für die Atemmechanik
  - Ventilation / Diffusion / Perfusion
  - Skelettmuskulatur
  - Frühkindliche Entwicklung
4. Krankheitsbilder
  - Frühgeborene:      Grundlagen zu Neonatologie u. Beatmung,
    Atemnotsyndrom des FG, Bronchopulmonale Dysplasie
  - Säuglinge/ Kleinkinder: akute Bronchitis/Pneumonie im Kindesalter
  - Neuromuskuläre Erkrankungen
  - Cystische Fibrose,  -
5. Befund
  - Frühgeborene
  - Säuglinge
  - Kleinkinder
6. Therapeutische Ziele
    Verbesserung von:
    - Ventilations-/ Perfusionsmissverhältnis
   - Sekretelimination
   - Thoraxbeweglichkeit
   - Atemmuskelaktivität
   - Muskulärer Koordination
7.Physiotherapeutische Techniken
   Adäquate Techniken für alle Altersstufen
   - Frühgeborene: Lagerung, Kontaktatmung, Stabilisierung des Thorax,   
     Atemreizpunkte
   - Säuglinge/Kleinkinder: Inhalation, Thoraxkompression, Modifizierte
      Autogene Drainage, Vibrationen, Phonationstechniken, Atem-PT auf und
      mit dem Pezziball, Vorschläge für eine kindgerechte Umsetzung der Atem-
      PT       
  - Neuromuskulär Erkrankte: aktives und passives Vergrößern des
    Atemzugvolumens, Umlagerungstechniken, Lagerung, Dehnzüge,
    Schergriffe, Haut- und Muskeltechniken, Air-Stacking,                                                 
    Phonationstechniken, manuelle u. apparative Hustenassistenz,
    konzentrisches und exzentrisches Atemmuskeltraining

Referent

Lehrteam AG Atemphysiotherapie im Deutschen Verband für Physiotherapie (ZVK) e.V.

Seminardauer

Modul 1             19 Unterrichtseinheiten | 19 Fortbildungspunkte

Modul 3             19 Unterrichtseinheiten | 19 Fortbildungspunkte

Modul 5             17 Unterrichtseinheiten I 17 Fortbildungspunkte

Modul M4/E2      20 Unterrichtseinheiten | 20 Fortbildungspunkte

Seminarkosten

245,00 Euro je Modul inkl. Skript

Kontakt

WAD Medizinisches Fortbildungszentrum

Schulgasse 2

01067 Dresden

 

Telefon   0351 4969261        

E-Mail     fortbildung@wad.de 

Internet    www.wad.de

 

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